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30. November 2008 - 11. Januar 2009: Die Reise nach dem Mond. Annette von Droste-Hülshoff im Rheinland

Ausstellung im Museum Burg Hülshoff

Die Ausstellung des StadtMuseum Bonn in Zusammenarbeit mit dem Heine-Institut Düsseldorf, der LWL-Literaturkommission für Westfalen und dem Museum für Westfälische Literatur Haus Nottbeck wird in einer vierten, exklusiven Sonderschau nun in Annette von Droste-Hülshoffs Geburtshaus, im Museum Burg Hülshoff (Havixbeck) zu sehen sein.

Nach Stationen in Bonn, Düsseldorf und im Literaturmuseum Haus Nottbeck in Oelde kehrt Annette von Droste-Hülshoff gewissermaßen heim in das von ihr bis 1826 bewohnte Elternhaus.
Die Ausstellung beleuchtet dabei das idealisierte Rheinlandbild der Droste, das durch ihre Begegnungen und Erlebnisse auf ihren Reisen durch das Rheinland geprägt wurde, und beschäftigt sich weiter mit den Spuren, die diese Reisen in ihrem Werk hinterließen.
Stücke aus großen rheinischen Archiven und Museen, selten gezeigte Leihgaben aus dem Familienbesitz Haus Stapel, sowie der Familie von Droste-Hülshoff, aus Münsteraner Bibliotheken und Archiven bringen dabei Kontur in einen bisher wenig beachteten Aspekt im Leben und Werk der Dichterin.

AKTUELLER VERANSTALTUNGSHINWEIS:

Finissage zur Ausstellung:

"Sehnsucht und Selbstbeschränkung. Annette von Droste-Hülshoff im Rheinland". Eine literarische Soiree.

Mit Cornelia Ilbrig, Ingrid Bodsch, Sikander Singh

Zeit: 11.01.09, 16 Uhr

Ort: Burg Hülshoff

Zur Ausstellung:

Wie passte das überhaupt zusammen, die „Stockmünsterländerin“ und das so unterschiedliche, urbane Rheinland, in dem sich Lebensfreude, Offenheit und Gemeinschaftssinn verbinden? Dr. Jochen Grywatsch, LWL-Literaturexperte und Mitinitiator der Ausstellung, erläutert dazu: „Das Rheinland fungiert im Werk der Droste als Ort der Andersartigkeit, als Figurationshilfe des Fremden, des Unvertrauten, des Abweichenden.“ Dies bestätigt Prof. Dr. Bernd Kortländer vom Düsseldorfer Heine-Institut und Vorstandsmitglied der LWL-Literaturkommission: „Das Rheinland war für die Droste vor allem ein Gegenort zur doch zugleich so geliebten westfälischen Heimat, ein Ort der Hoffnung auf eine befreitere Existenz.“ Wie stark die Unterschiede in den Augen der Autorin waren, lässt auch der Titel der Ausstellung anklingen, der dem Motto des Kölner Karnevals von 1825, an dem Droste selbst teilgenommen hat, entlehnt ist.

Bei insgesamt neun Besuchen hielt sich Annette Droste ab 1825 zusammen knapp zwei Jahre in der Region um Bonn, Köln und Koblenz auf. Sie tauchte ein in eine völlig andere Welt und nahm begierig Anteil am gesellschaftlichen und geistigen Leben, besuchte Bälle, Theater- und Musikveranstaltungen und machte Bekanntschaft mit zahlreichen Gelehrten sowie mit emanzipierten Frauen wie Sibylle Mertens-Schaaffhausen und Adele Schopenhauer. Ihre Gedichte wurden in diesen Kreisen mit großem Interesse aufgenommen, und in dem aufgeschlossenen literarischen Klima fand sie Unterstützung für ihre ersten Veröffentlichungsversuche.

Die Ausstellung im Museum Burg Hülshoff dokumentiert den erwähnten Kontrast durch ca. 120 Exponate. Neben den Handschriften und Erstausgaben zählen dazu: Ansichten vom Rheinland und von Italien als einem bedeutenden Reiseland im 19. Jahrhundert und einem Ort der Sehnsucht, Sammlungsstücke der Droste, ein historisches Karnevalskostüm und andere Materialien zum Kölner Karneval sowie das Modell des Dampfschiffs „Stadt Mainz“, mit dem die Droste in den 30er und 40er Jahren fuhr, um ins Rheinland oder in ihre Wahlheimat Meersburg am Bodensee zu gelangen. Der Besucher darf sich nicht nur freuen über zahlreiche Stücke aus den großen westfälischen und rheinischen Archiven und Museen, sondern auch über selten gezeigte Leihgaben aus der Familie Droste-Hülshoff und den Münsteraner Bibliotheken.

Es ist ein Begleitbuch erschienen, das in der Ausstellung zum Vorzugspreis von 14,00 Euro (Buchhandelspreis 19,50 Euro) erworben werden kann.

"Die Reise nach dem Mond". Annette von Droste-Hülshoff im Rheinland. Hg. von Ingrid Bodsch in Verbindung mit Cornelia Ilbrig, Jochen Grywatsch und Bernd Kortländer. 144 Seiten mit vielen farbigen Abbildungen. Bonn: Verlag StadtMuseum Bonn 2008. ISBN 978-3-931878-24-5.