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Ute Langanky und Thomas Kling: Die Zusammenarbeiten 1989 - 2005

Fotografie, Malerei und Künstlerbücher. Museum Ratingen, 18.06.2006 - 30.07.2006

Der Dichter Thomas Kling und die Künstlerin Ute Langanky haben in ungewöhnlicher Weise als Lebens- und Kunstgemeinschaft zusammen gewirkt. Entstanden sind zahlreiche gemeinsame Buch- und Mappenprojekte, Text- und Fotoserien, die in diesem schwierigen Terrain visuelle und verbale Seite zusammenzubringen, Erstaunliches leisten. Text und Bild durchdringen, ergänzen und kommentieren sich.

Fotostudien der eigentümlichen Umgebungswelt der Insel Hombroich sind mit zerklüfteten Gedichtzeilen konfrontiert, die Landschaft als etwas Hergestelltes, zuweilen Entstelltes inszenieren, deren urtümliche Naturkraft dennoch nicht auszutreiben ist.

Die Malerin Ute Langanky (geb. 1957), im Interferenzbereich forschende, scharfsichtige Malerin und Fotografin, die auf einer zur Stiftung Insel Hombroich gehörigen ehemaligen Nato-Raketenstation zwischen Köln und Düsseldorf lebt und arbeitet. Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Gerhard Richter und Alfonso Hüppi (1976-1984). Meisterschülerin. Philosophiestudium an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Staatsexamen. Seit 1984 Ausstellungstätigkeit im In- und Ausland.
Zuletzt: Belladonna, Irène Preiswerk, Zürich (2003). Reproduktionen, Museum für Europäische Gartenkunst, Schloß Benrath (2003). Untergang der romantischen Sonne, Deutsche Bank, Köln (2004).
Der Gutenberg-Galaxis ist sie über ihre aufwendigen Buchprojekte verbunden.


Thomas Kling (geb. 1957 – gest. 2005) zählte zu den wohl bedeutendsten Lyrikern seiner Generation. In Düsseldorf aufgewachsen, verbrachte er nach längeren Aufenthalten in Wien und Finnland sein Leben am Niederrhein. Als Dichter brachte er einen neuen Ton in die Poesie. Seine Gedichte, für die er ein neues lyrisches Sprachkonzept, die Sprach-Installation, entwickelt hat, waren keine Gedichte im herkömmlichen Sinne mehr, sondern Sprachpartituren. Neben den acht großen, teils legendären Gedichtbänden wie z.B. “geschmacksverstärker”, “brennstabm”, “morsch” und “fernhandel”, seinen zwei Essaybänden und der Gedichtanthologie Sprachspeicher verfasste Thomas Kling fünf Künstlerbücher mit Ute Langanky:

wände machn, Aquarelle, Kleinheinrich, Münster, 1994.

wolkenstein, Linoldrucke, ebd., 1997.

Catull. Das Haar der Berenice, Malerei und Fotografie, edition tertium, Ostfildern, 1997.

gelände. camouflage, Fotografie, Kleinheinrich, Münster, 1998.

Zinnen, Monotypien, Kleinheinrich, Münster, 2002.


Gezeigt werden in der Ausstellung Fotosequenzen und Malerei von Ute Langanky mit Texten und Sprach-Installationen von Thomas Kling, wie er diese selbst nannte. Ergänzt wird die Ausstellung durch gemeinsame Künstlerbücher.

Zur Ausstellung ist die Edition < The Seafarer > erschienen.

Führungen
So - 09.07.2006 und 23.07.2006 um 11.30 Uhr
Führungen für Gruppen Anfrage unter 02102 / 550-4180

Achtung Sondertermin: Am 22.6.2006 wird der Schlagzeuger und Performer Frank Köllges eine musikalische Lesung aus Kling-Texten zelebrieren:
"Kling’s Wolkenstein und anderes" - eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Medienzentrum der Stadt Ratingen.

Unkostenbeitrag: 3 Euro, Donnerstag, den 22.06.06, 20 Uhr.

MUSEUM DER STADT RATINGEN
peter - brüning - platz 1
40878 ratingen
Tel.: +49 (2102) 550 - 4180 / 1
Mail: museum@ratingen.de


Musikalische Lesung Do - 22.06.06 um 20 Uhr
Dauer 18.06.2006 - 30.07.2006